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Der Refektoriumstisch ist echt klösterlich

Der Mensch ist ein Wesen aus Seele und Leib. Keine der beiden Dimensionen darf vernachlässigt werden. Das ist den Mönchen und Nonnen in den Klöstern durchaus bewusst. Ihre Seele stärken sie in der Kapelle, die Nahrung für den Leib erhalten sie im Refektorium, dem klösterlichen Speisesaal. Die Ausstattung des Refektoriums ist schlicht. Kein Esstisch Glas, kein elegantes Wohnzimmerregal, sondern Refektoriumstische aus massivem Holz prägen das Bild. Alles ist genau geordnet. Im traditionellen Klosterspeisesaal stand ein Refektoriumstisch neben dem anderen. Zusammen bildeten sie die Form eines Us. Der Refektoriumstisch vorne in der Mitte war für den Vorsteher des Klosters reserviert. Die Mönche nahmen nur an der Außenseite des Refektoriumstisch Platz, um das Servieren zu erleichtern. Denn Aufgetragen wurden die Speisen stets von der Mitte des Raumes her. Um Servietten, Besteck und manchmal sogar Teller direkt griffbereit zu haben, wurden diese Utensilien früher in den Schubladen des Refektoriumstisch aufbewahrt. In der Regel ist ein Refektoriumstisch länger als ein gewöhnlicher Tisch. Maße von über zwei Meter sind keine Seltenheit. Dabei sind die Tische außergewöhnlich schmal. Das verwendete Massivholz – sehr beliebt ist Eiche – macht sie einerseits robust aber auch schwer. Damit ein Refektoriumstisch trotzdem standfest ist, sind die Tischfüße mit Querlatten verstrebt. Schlichtheit ist das zutreffende Merkmal für die Mehrzahl der Refektoriumstische. Doch gibt es sehr wohl auch kunstvoll herausgearbeitete Stücke. Aufwendig gedrechselte Füße oder verspielte Ornamente verzieren so manches Exemplar aus der Zeit des Barocks oder des Biedermeiers. Refektoriumstische werden heute nicht mehr angefertigt. Schade, denn ein Refektoriumstisch ließe sich auch außerhalb der Klostermauern gut gebrauchen. Gerade für Feiern oder in einem Gesellschaftsraum könnte man die langen Tische gut verwenden. Wer Jugendgruppen empfängt braucht nicht nur Jugendbetten sondern auch stabile Tische, an denen viele sitzen können. Doch wer sich in Antiquariaten auf die Suche macht kann dort mit etwas Glück einen Refektoriumstisch erstehen.